ARICHEMIE

1956


Am 01. Juni 1956 übernahmen der Versicherungskaufmann Arnold Riege und Dipl.-Chem. Aimé de Lannoy die Aktiva und Passiva der Firma Michel & Morell oHG und gründeten die ARICHEMIE Füllstoff- und Farbenfabrik Dipl.-Chem. Aimé de Lannoy in Vockenhausen. Im Kauf eingeschlossen waren die Mohrs-, Walk- und die Schwarzmühle. 1958 erfolgte die erste Modernisierung: Rationalisierung des Mühlenbetriebes und Stilllegung der Kokerei. Die Produktion der Knochenkohle, Rohstoff für Bein- und Elfenbeinschwarz, wurde eingestellt. Die Messeler Grube, der Lieferant des Ölschieferkoks, wurde 1961 stillgelegt. Die technische Leitung bei ARICHEMIE sah diese Stilllegung bereits einige Zeit voraus. Dipl.-Chem. Aimé de Lannoy entwickelte rechtzeitig einen neuen Rohstoff auf Basis von Anthrazitkohle für die Herstellung der Rebenschwärze und Carbonafil. Mit diesen Produkten führte man in den 60-iger Jahren die Schwarzeinfärbung von Akkukästen und Hartgummi durch. In dieser Zeit wurde das Verfahren zur Schwarzfärbung von isotaktischen Polyolefinen erfunden. Die Firma beteiligte sich an der Entwicklung von Dachbahnen, Akkukästen und Hartgummi auf Basis von Carbonafil. Der Bedarf an mineralischen Schwärzen ging stark zurück, da mittlerweile neu entwickelte, moderne Rußsorten bevorzugt wurden.

Die ARICHEMIE schuf sich neue Absatzchancen durch die Entwicklung wässriger Rußpasten.

Ab 1968 liefen die Entwicklungsarbeiten für die Herstellung von Farbteigen auf Basis organischer und anorganischer Pigmente an. Anfang 1972 startete man mit der Produktion der Farbteige.

Von 1985 bis 1988 beteiligte sich die ARICHEMIE mit ihrem Know-how in Zusammenarbeit mit der Firma Netzsch (Selb) an der Entwicklung einer Produktion von Dekordruckfarben in Torshok (Russ. Föderation).

1985 wurde ein neues Produktionsgelände erworben. Seit November 1987 läuft die Produktion auf einer modernen Anlage in Eppstein-Bremthal.




Im Januar 1990 wurde die Herstellung der Heliocolor Feinpigmente und Feinteige von der Firma Hartmann Druckfarben GmbH, Frankfurt übernommen. Damit verfügt die ARICHEMIE über eine Grundlage, die es den Nachfolgern des Gründers erlauben wird, sowohl den Bereich der Druckfarben, der Dispersionsfarben und Lacke, der Papiereinfärbung als auch breit gefächert die Kunststoffindustrie zu beliefern.



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